Studieninteressierte wollen mehr als den richtigen Studiengang


Hochschulen ziehen positive Zwischenbilanz zur Kampagnen-Halbzeit
Welche Hochschule passt zu mir? Welche Studiengänge sind zulassungsfrei? Und welcher Studienort bietet die besten Perspektiven? Die erste Zwischenbilanz der Kampagne „Studienstandort NRW – Studieren, wo alles geht.“ zeigt, dass Studieninteressierte heute nicht mehr nur das passende Studienfach finden möchten. Sie suchen vor allem Orientierung bei der Frage, welches Gesamtpaket aus Studienfach, Studienort und persönlichen Lebensvorstellungen am besten zu ihnen passt.
Nach zweieinhalb Monaten ist klar, dass die NRW-Hochschulen mit ihrer Kampagne den richtigen Nerv getroffen haben: Besonders gefragt sind digitale Orientierungshilfen, mit denen sich Hochschulen, Studienorte und Studiengänge anhand persönlicher Kriterien vergleichen lassen. Studieninteressierte möchten Hochschulen, Studienorte und Studiengänge zunehmend anhand ihrer persönlichen Kriterien vergleichen. Auch Informationen zu NC-freien Studiengängen sowie zu Lehramt, Psychologie und MINT-Fächern stoßen auf großes Interesse. Das kommt nicht von ungefähr. Denn die Studienwahl hat sich verändert: Für viele Studieninteressierte geht es längst nicht mehr nur um das passende Fach, sondern ebenso um den Studienort, das Lebensumfeld und die persönlichen Perspektiven. Gleichzeitig bietet sich 2026 durch die Rückkehr zu G9 eine besondere Situation. Während der Abiturjahrgang in Nordrhein-Westfalen deutlich kleiner ausfällt, bleiben Zahl und Vielfalt der Studienplätze unverändert. Studieninteressierte aus ganz Deutschland profitieren dadurch von besseren Zulassungschancen und einer größeren Auswahl. Umso wichtiger wird eine gute Orientierung bei der Studienwahl.
„Für mich war damals ziemlich schnell klar, was ich studieren möchte. Viel schwieriger war die Frage, wo. Irgendwann hatte ich gefühlt 20 Hochschul-Webseiten offen und wusste trotzdem nicht, welche Hochschule eigentlich am besten zu mir passt. So ein Hochschul-Finder hätte mir damals echt geholfen. Man entscheidet sich ja nicht nur für ein Studium, sondern auch dafür, wo man die nächsten Jahre lebt“, sagt Luis R., 33, der Informatik an der RWTH Aachen studiert hat.
Genau hier setzt die Kampagne „Studienstandort NRW – Studieren, wo alles geht.“ an. Erstmals bündeln 36 staatliche Hochschulen Informationen zu ihren Studienangeboten auf einer gemeinsamen Plattform. Herzstück ist der Hochschul-Finder, der mehr als 2.000 grundständige Studiengänge an 65 Hochschulstandorten nicht nur nach Studienfach, sondern auch nach persönlichen Lebens- und Studienvorstellungen durchsuchbar macht. Studieninteressierte können unter anderem nach Praxis- oder Theoriebezug, Zulassungsvoraussetzungen und der Größe der Hochschulstadt filtern. Ergänzt werden diese Kriterien um Aspekte wie Wohnkosten, Kultur- und Freizeitangebote, Natur- und Wassernähe sowie die Nähe zu einer Großstadt. Auch die Erreichbarkeit fließt ein, etwa über die Anbindung an Regional- und Fernverkehr oder die Entfernung zum nächsten Flughafen. So entsteht eine individuelle Auswahl, die fachliche Interessen und persönliche Lebensvorstellungen gleichermaßen berücksichtigt. Aus einem klassischen Studiengangsverzeichnis wird damit ein innovatives Entscheidungswerkzeug, das Studium und Lebensumfeld gemeinsam denkt.
Einer der reichweitenstärksten deutschen Content Creator, Rezo, macht sich ebenfalls für den Studienstandort Nordrhein-Westfalen stark. Gemeinsam mit weiteren Creatorinnen und Creatorn unterstützt er die Kampagne. Der gebürtige Wuppertaler, der selbst in Dortmund studiert hat und heute in Aachen lebt, zeigt in einem Video auf seinem Instagramkanal die Besonderheiten des Hochschulstandorts NRW auf. Dabei stellt er die außergewöhnlich hohe Hochschuldichte, die Vielzahl an Studiengängen sowie die enge Vernetzung der Hochschulstandorte in den Mittelpunkt. Nordrhein-Westfalen beschreibt er als „gigantische Metropolstruktur“, in der Hochschulen, Städte und Lebenswelten eng miteinander verbunden sind, und ruft dazu auf, die besonderen Studienchancen im bevölkerungsreichsten Bundesland unbedingt zu nutzen.
Über die Kampagne
Anlass der Kampagne ist die Rückkehr zu G9. 36 staatliche Hochschulen in Nordrhein-Westfalen werben deshalb erstmals gemeinsam bundesweit für den Hochschulstandort NRW. Ziel ist es, Studieninteressierte aus ganz Deutschland bei der Wahl des passenden Studienortes zu unterstützen und die Vielfalt sowie die Perspektiven des größten Hochschulsystems Deutschlands sichtbar zu machen.