Große Freude in Nordrhein-Westfalen: Die Universität zu Köln und der Verbund aus Ruhr-Universität Bochum und Technischen Universität Dortmund, die sich als „Ruhr Innovation Lab“ zusammengeschlossen haben, werden ab 2027 für sieben Jahre als Exzellenzuniversität bzw. Exzellenzverbund gefördert. Das gab der Wissenschaftsrat heute in Bonn bekannt. Damit verfügt Nordrhein-Westfalen künftig über vier Exzellenzstandorte: Neben Köln und dem „Ruhr Innovation Lab“ werden auch die RWTH Aachen und die Universität Bonn in der Förderperiode 2027 bis 2033 weiter als Exzellenzuniversitäten gefördert. Sie waren bereits im März 2026 positiv evaluiert worden.
„Wir gratulieren der Universität zu Köln und den Universitäten in Bochum und Dortmund zu diesem herausragenden Erfolg! Wobei ich mich als Rektor der Ruhr-Universität über die Aufnahme des Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzstandorte natürlich doppelt freue. Die Entscheidung der Exzellenzkommission zeigt, dass NRW bei der internationalen Spitzenforschung ganz vorne mitspielt“, erklärte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Paul. „Das Ergebnis ist eine ganz besondere Auszeichnung für unsere Universitäten und ein starkes Signal für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Nordrhein-Westfalen. Es ist aber auch Auftrag, die wissenschaftliche Stärke unseres Landes gemeinsam weiter auszubauen.“
Im Neuantragsverfahren der Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ hatten sich elf Kandidaten, davon sieben Universitäten und vier Universitätsverbünde, um die maximal fünf zu vergebenden Plätze beworben. In einem hochkompetitiven Wettbewerb mit internationalen Gutachterinnen und Gutachtern haben sich die Universität zu Köln und der Verbund „Ruhr Innovation Lab“ mit ihrer wissenschaftlichen Qualität, ihrer internationalen Strahlkraft und ihren strategische Zukunftskonzepten durchgesetzt. Sie erhalten in den kommenden sieben Jahren eine Förderung in Höhe von 10 bis 15 Millionen Euro (Köln) bzw. 15 bis 28 Millionen Euro (Bochum/Dortmund), die zu jeweils 75 Prozent der Bund und zu 25 Prozent das Sitzland NRW tragen. Neben der Universität zu Köln und dem "Ruhr Innovation Lab" wurden die Rhein-Main-Universitäten als Verbund von Technischer Universität Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main und Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie die Friedrich-Schiller-Universität Jena als neue Exzellenzstandorte ausgewählt.